Türkische Meze

Was in Spanien die Tapas, sind in der Türkei die Meze. Die aus frischen Zutaten und orientalischen Gewürzen hergestellten kleinen Köstlichkeiten lassen sich in erster Linie als Vorspeisen klassifizieren – uns sind doch mehr als das. Kalt oder warm serviert, unterstreichen sie in ihrer Vielfalt, dass es bei einem geselligen Abendessen in der Türkei nicht nur um die Nahrungsaufnahme geht: Das Beisammensein mit Familie oder Freunden besitzt auch einen starken sozialen Charakter. Man genießt es, zu plaudern und gemeinsam zu lachen, und dehnt den Abend mit gutem Essen gerne etwas länger aus. Häufig reichen die Gastgeber türkische Meze auch schon zum Aperitif oder auf Partys als leckeres Fingerfood. Als fester Bestandteil der orientalischen Küche haben Meze ihren Ursprung wohl in der osmanischen Kultur und erfreuen sich unter ähnlichen Namen auch auf dem Balkan, in Griechenland und im Kaukasus großer Beliebtheit.

Unwiderstehliche Appetizer

Ein mit türkischen Meze gedeckter Tisch verwöhnt zuerst das Auge: Das Ensemble aus Schälchen, Platten und Tellern mit häufig mehr als zehn verschiedenen Speisen erinnert an ein buntes Gemälde. Immer mit dabei sind Dips und Cremes, wie das tsatsiki-ähnliche Cacik mit Joghurt, Gurken, Knoblauch und Minze. Ein anderer Klassiker ist Hummus, ein mit Sesampaste und Kreuzkümmel verfeinertes Kichererbsenpüree. Dazu schmecken frisches Weißbrot und Pide. Unter den Dips auf Gemüsebasis gehört Antep Ezmesi zu den Stars: Dabei handelt es sich um eine Art Salsa aus rotem und grünem Paprika, der Tomatenmark, Zwiebeln und andere Kräuter eine pikante Würze verleihen.

Kalte Vorspeisen

Kalte Vorspeisen folgen in der traditionellen türkischen Menüfolge auf die Suppe, eignen sich aber auch perfekt für ein Picknick oder als unkomplizierter Snack zwischendurch. Besonders weit verbreitet ist Sigara Böregi. „Zigarrenbörek” verdankt seinen Namen seiner länglichen Form. Im Inneren der frittierten Stangen aus Yufka-Teig verbirgt sich eine würzige Füllung aus Schafskäse und Petersilie. Weitere kalte türkische Meze sind Bohnensalat, Linsenbällchen oder gebratenes und in Olivenöl eingelegtes Gemüse. Fleischfans lieben das Tscherkessische Huhn, eine Art Pulled Chicken.

Türkische Meze frisch aus dem Topf oder der Pfanne

Zu den kalten Leckereien gesellen sich stets auch warme Speisen wie Sarma, mit Reis oder Hackfleisch gefüllte Weinblätter. In anderen Schalen dampfen dicke weiße Bohnen, überbackene Champignons oder Gemüsepuffer. An der Küste finden auch Fisch und Meeresfrüchte häufig den Weg auf die Meze-Tafel. Garnelen kommen zum Beispiel gerne als Karides Güvec auf den Tisch: Dafür werden sie in einer Tonschale gebacken und anschließend mit Tomaten, Butter und Knoblauch abgeschmeckt.

Unter welchen Köstlichkeiten sich der Tisch auch immer biegen mag – ihre Gläser füllen die Türken gerne mit Traubensaft, dem traditionellen Anisschnaps Raki oder ihrem Nationalgetränk Caj.

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