Tuerkischer Wein

Türkischer Wein erfreute sich in römischen Patrizierhäusern bereits in der Antike großer Beliebtheit. Seine Geschichte reicht der Überlieferung nach noch weiter bis in biblische Zeit zurück: Noah selbst soll an den Hängen des Berg Ararat die ersten Rebstöcke gepflanzt haben. Fährt man in der Türkei über Land, fallen viele bestockte Flächen ins Auge. Überwiegend werden die Trauben aber zu Rosinen getrocknet. Die Winzerei führte lange Zeit lediglich ein Schattendasein. Erst seit den 1980er Jahren erlebt der Weinbau in der Türkei ein Revival: Mittlerweile gibt es neben den vier großen Keltereien mehr als 100 kleinere Weingüter. Da davon nur die wenigsten exportieren, ist türkischer Wein außerhalb des Landes am Bosporus eine Rarität.

Türkischer Wein aus verschiedenen Anbaugebieten

Türkischer Wein wird vor allem in der klimatisch bevorzugten Ägäis-Region produziert: Dort herrschen milde mediterrane Temperaturen und das Wetter ist nicht zur trocken. 34 Rebsorten – darunter charakterstarker türkischer Rotwein – gedeihen dort. Größere Weingärten breiten sich rund um Marmaris, Izmir und Denizil aus. Auch nahe den Sinterterrassen von Pamukkale und auf der Insel Imbros keltern die Winter türkischen Weißwein und lieblichen Rosèwein. Ebenso eignen sich die Böden in der Schwarzmeer-Region und in Zentralanatolien rund um Ankara für den Weinbau.