Der 509 Kilometer lange Lykische Weg zählt zu den schönsten Fernwanderrouten der Welt. Er beginnt bei Fethiye und führt entlang der Küste auf antiken Handelswegen bis Hisarcandir bei Antalya. Auf kleinen Pfaden sind Trekkings-Fans in den Ausläufern des Taurus-Gebirges unterwegs und überqueren dabei mehrmals die 1.000-Meter-Marke. Dann wiederum geht es hinunter bis an das Mittelmeer, wo traumhafte Strände dazu einladen, die Wanderstiefel gegen Bikini und Badehose zu tauschen. Die Strecke passiert idyllische Bergdörfer, in denen die Zeit scheinbar still steht, und bedeutende antike Stätten. Immer wieder bieten sich faszinierende Ausblicke auf das azurblaue Meer, weiße Felsen und das sattgrüne Hinterland.

Lykischer Weg – die Highlights

Entlang des Lykischen Weges reihen sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region aneinander. Unbedingt einen Abstecher wert sind die Felsengräber von Myra sowie die Ruinenstadt Xanthos mit dem angrenzenden Tempelbezirk Letoon. Auch die Ruinenstadt Phellos hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Bei Cirali faszinieren die Ewigen Feuer die Menschen seit Jahrtausenden. Zu den schönsten Badeplätzen der Route zählt der Strand von Patara, wo im goldenen Sand bedrohte Wasserschildkröten ihre Eier ablegen.

Praktische Tipps

Die beste Zeit für eine Wanderung auf dem Fernwanderweg ist das Frühjahr beziehungsweise der Herbst, wenn die Temperaturen sich unterhalb der 25-Grad-Marke bewegen. Für die gesamte Strecke benötigt man 29 Tagesetappen. Viele Türkei-Urlauber absolvieren aber auch nur Teilstücke. Die Orientierung erleichtern dabei rot-weiße Bodenmarkierungen sowie grün-gelbe Wegweiser. Ist das Gelände sehr unübersichtlich, leisten Kompass oder GPS-Gerät gute Dienste. Überwiegend besteht die Route aus kleinen Pfaden, nur sehr selten müssen Wanderer einer größeren Straße folgen. Bei längeren Touren empfiehlt es sich, ein Zelt mitzunehmen, da Pensionen in manchen Regionen nur sehr dünn gesät sind. Ebenfalls wichtig sind ausreichende Wasservorräte – insbesondere in den Sommermonaten. Es gibt zwar kartierte Zisternen, doch sind diese in der heißen Jahreszeit oft ausgetrocknet.