Ausflüge auf den Tahtali Dagi werden heute dank einer modernen Seilbahn unter dem profanen Motto „From Sea to Sky” angeboten. In der Antike war der 2.365 Meter hohe Berg nahe des beliebten Badeortes Kemer als Göttersitz Olymp bekannt – und für die Menschen verbotenes Terrain. Viele Mythen rankten sich um den Gipfel, der sich häufig geheimnisvoll in Wolken hüllt. Von November bis Juni bedeckt die Bergspitze Schnee, welchem im Laufe des Frühjahrs Saharastaub einen roten Schimmer verleiht. Seefahrern diente der höchste Berg im Olympos-Beydaglary-Milli-Naturpark nahe der Türkischen Riviera als wertvolle Orientierungshilfe.

Der Göttersitz Olymp – ein beliebtes Ausflugsziel

Trainierte Bergfexe erklimmen den Gipfel im Taurusgebirge von Camyuva oder Kemer aus gerne zu Fuß. Eine bequeme Alternative stellt seit 2007 die Seilbahn Olympos Teleferik dar. Die moderne Kabinenbahn überwindet auf einer Strecke von 4.350 Metern einen Höhenunterschied von 1.637 Metern. Dabei dauert die Fahrt in den beiden 80-Personen-Gondeln nur zehn Minuten. Oben angekommen, reicht der Blick bei gutem Wetter von Finike bis Side über den gesamten Golf von Antalya und die angrenzende Küstenregion. Zur Einkehr lädt ein Panoramarestaurant mit Terrasse ein. Aktivurlauber schließen sich gerne einer geführten Wanderung an, bei der sie mehr über die interessante Tier- und Pflanzenwelt rund um den Tahtali Dagi erfahren. Adrenalin-Junkies bietet der Göttersitz Olymp attraktive Kletterrouten. Den Weg zurück ins Tal beziehungsweise an den Strand legen Mutige mit dem Gleitschirm zurück.

Zu Füßen des Berges befindet sich die Ruinenstadt Olympos, ein weitläufiges Ruinenfeld mit Überresten lykischer, römischer und byzantinischer Bauten. Ebenfalls sehenswert sind die Ewigen Feuer, die an den unteren Hängen des Berges aus dem Fels emporlodern und ganz gewiss einen nicht unwesentlichen Anteil am einstigen Nimbus des Tahtali Dagi hatten.

Wer Lust hast, mit Zeus und Hera Kaffee zu trinken oder einfach die atemberaubende Aussicht zu genießen, schließt sich entweder einem organisierten Ausflug an oder steuert den Berg via die Küstenstraße D400 mit dem Mietwagen auf eigene Faust an. Romantiker sollten dafür besonders früh aufstehen: Dann erleben sie einen unvergesslichen Sonnenaufgang auf dem Gipfel.