Ephesos

Wer Besuchermassen nicht scheut, kann in Ephesos, einer der größten Ruinenstätten der Welt, einen hervorragenden Einblick in die antike Lebensweise gewinnen. In der einstigen Metropole und lebhaften Hafenstadt hinterließen Griechen, Römer und Byzantiner ihre Spuren. Die Ausgrabungen begannen Mitte der 1960er Jahre und haben bis heute etwa die Hälfte der ehemaligen 200.000-Einwohner-Stadt freigelegt. Heute liegt das Weltkulturerbe der UNESCO einige Kilometer im Landesinneren etwa 70 Kilometer südlich von Izmir nahe der Kleinstadt Selcuk.

Ephesos: Eines der Sieben Weltwunder entdecken

Am Anfang der Grabungen stand die Suche nach dem Artemis-Tempel, einem der Sieben Weltwunder der Antike. Dieser war knapp 20 Meter hoch und stellte mit 117 ionischen Säulen ein Bauwerk gigantischer Ausmaße dar. Zum Verhängnis wurde dem im 4. Jahrhundert vor Christus erbauten Heiligtum der sumpfige Untergrund: Auch heute stehen die Ruinen oftmals unter Wasser. Ursprünglich muss es sich beim Artemis-Tempel aber um ein echtes Prachtstück gehandelt haben – mit vergoldeten Säulen, silbernen Statuen und kunstvollen Wandmalereien. Deutlich besser erhalten ist jedoch der benachbarte Hadrian-Tempel, der dem 14. römischen Kaiser gewidmet ist. Einen anderen Höhepunkt auf dem Rundgang durch Ephesos bildet die Fassade der Celsus-Bibliothek. Diese bot auf drei Stockwerken Platz für 12.000 Papyrusrollen. In den Nischen des Eingangsbereichs gibt es vier weibliche Statuen zu entdecken, darunter „Sophia“, die Weisheit. Über die Marmorstraße führt der Weg weiter zum gigantischen Theater, in dem bis zu 21.000 Zuschauer Wettkämpfe und Wagenrennen verfolgen konnten. Von den oberen Rängen genießt man einen wunderbaren Ausblick über die Ruinenstadt bis hin zum Ägäischen Meer, das in der Ferne in der Sonne glitzert.
Wer für diesen Ausflug etwas mehr Zeit eingeplant hat, kann noch viele weitere Gebäudereste erkunden. Unter anderem haben die Archäologen die Ruinen eines Gymnasiums, der Agora sowie vieler Hanghäuser freigelegt. Auch die Reste römischer Thermen, des Bouleuterions und der Brunnenlage sind zu besichtigen. Interessante Fundstücke zeigt das Archäologische Museum in Selcuk.

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