Der Strand von Ölüdeniz gehört zu den schönsten Stränden der Türkei und braucht sich selbst vor den Traumstränden auf Hawaii oder in der Karibik nicht verstecken. Die „Blaue Lagune” scheint einem Bildband oder Reisekatalog entsprungen zu sein. Zu perfekt mutet die Kombination aus sattgrünen Pinienwäldern, weißem Strand und türkisblauem Meer an – zumal sich im Hintergrund überaus passend das Taurus-Gebirge mit Zweitausendern wie dem Babadag erhebt. Der Name „Ölüdeniz” bedeutet übersetzt „totes Meer”: Schließlich ist die Bucht, in welcher die schmale Landzunge sich elegant ins Ägäische Meer hineinlegt, sehr windgeschützt und weist kaum Wellengang auf. Für das Baden mit Kindern eignet sich der Strand trotzdem nur bedingt, weil die Wassertiefe hier vergleichsweise rasch zunimmt.

Paradies unter Naturschutz

1988 konnte die türkische Regierung den großen Hotelkonzernen zum Glück mit einer klugen Entscheidung zuvorkommen: Sie erklärte ein 950 Hektar großes Gebiet – inklusive der malerischen Bucht – zum Naturschutzgebiet – Ölüdeniz. Daher befinden sich hier heute kaum größere Bauten – im Gegensatz zum südöstlichen Teil des Ortes Ölüdeniz, wo sich entlang der Küste Bettenburgen und gastronomische Angebote aneinanderreihen. Insbesondere in der Hauptsaison haben Sonnenanbeter und Wasserratten den weißen Kiesstrand, an dem Pinien an heißen Tagen willkommen Schatten spenden, natürlich nicht für sich allein. Wer einige einsame – oder romantisch zweisame – Stunden in dieser idyllischen Kulisse verbringen möchte, sollte vor Sonnenaufgang seine Picknickdecke ausbreiten. Deutlich weniger stark frequentiert ist der Strand auch im Frühjahr sowie in den Herbstmonaten, wenn das Meer oft bis in den November hinein noch angenehme Badetemperatur besitzt.

Ein Tag am Strand

Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann dieses gegen eine Tagesgebühr von zehn Euro auf einem großen Parkplatz abstellen. Ist dieser belegt, gibt es weitere Parkmöglichkeiten in den nahen Seitenstraßen. Von Fethiye aus verkehrt in der Hauptsaison mehrmals stündlich ein Dolmus, der für die Fahrt durch die Berge eine knappe halbe Stunde benötigt. Paraglider bevorzugen es, zuerst den Anstieg auf den Berg Babadag auf sich zu nehmen, um dann den Strand ganz entspannt aus der Luft anzusteuern. Segler legen auf der Blauen Reise gerne einen Zwischenstopp an diesem fotogenen Ort ein. Der Strandeintritt beläuft sich pro Person auf vier Euro, von denen unter anderem ein täglicher Reinigungsdienst sowie Umweltschutzmaßnahmen finanziert werden.­­

Für einen komfortablen Aufenthalt gibt es in der Blauen Lagune mehrere Kioske und Strandbars sowie sanitäre Anlagen. Auch werden Sonnenschirme und Liegen vermietet. Taucher und Schnorchler erkunden gerne die bunte Welt unterhalb der Oberfläche des glasklaren Wassers. Wer Sonne und Meer am liebsten actionreich genießt, kann bei einer rasanten Fahrt mit dem Bananaboat seinen Gleichgewichtssinn auf die Probe stellen. Ganz gemütlich zieht die einmalige Landschaft bei einer beschaulichen Tretbootfahrt vorüber.