Kaunos – Das archäologische Grabungsfeld

Ausflüge in die antike Ruinenstadt Kaunos werden unter anderem ab Marmaris und Dalaman angeboten. Das archäologische Grabungsfeld liegt gegenüber von Dalyan, auf der anderen Seite des gleichnamigen Flusses. Am schnellsten zu erreichen sind die Ruinen mit Ruderbooten, die im Hafen von Dalyan ablegen. Die meisten Ausflugsgäste entscheiden sich jedoch für eines der Ausflugsschiffe, die die Ruinenstadt Kaunos über den Umweg durch das Dalyan-Delta ansteuern. Die Fahrt führt durch ein landschaftlich sehr reizvolles Labyrinth aus Schilf, das zahlreichen Vögeln als geschütztes Brutrevier dient.

Die Geschichte von Kaunos reicht bis in das 10. Jahrhundert vor Christus zurück. Die Kleinstadt – obwohl politisch relativ unbedeutend – galt in der Antike als sehr wohlhabend. Die Menschen lebten vom Export von Feigen, Salz und Sklaven. Die Schuld am Untergang von Kaunos trugen zum einen die zunehmende Verschlammung des Hafens und zum anderen die Vermehrung der Malaria-Fliege im sumpfigen Umland. Über Jahrhunderte mieden die Menschen Kaunos, weshalb die Ruinenstadt mit einem vergleichsweise guten Erhaltungszustand begeistert.

Heute gibt es in dem Gebiet keine Malaria mehr – dafür wertvolle historische Zeugnisse. Besonders sehenswert sind die lykischen Königsgräber aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Zu entdecken gibt es ein römisches Theater, eine Agora, Thermen und ein Gymnasion. Auch die Überreste einer frühchristlichen Basilika und der Hafenanlagen haben die Archäologen freigelegt. Wer über gute Kondition und festes Schuhwerk verfügt, sollte unbedingt zur Akropolis aufsteigen. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Ruinenstadt Kaunos, Dalyan und die Flusslandschaft.

Gut zu wissen

Das weitläufige Ruinenfeld ist gut mit Wegen erschlossen. Zahlreiche Schilder erleichtern die Orientierung und versorgen die Besucher mit wertvollen Informationen. Ein kleiner Kiosk verkauft Snacks und kühle Getränke. Besonders stimmungsvoll präsentiert sich Kaunos in den Abendstunden. Dann ist das Gelände für Besucher zwar offiziell gesperrt, es werden aber regelmäßig gesellige Grillabende veranstaltet.